Der Tag, als die Sonne nicht aufging (Teil 2)

(Teil 1 – Teil 3)

Jetzt, als die Sonne wieder schien, nahm die allgemeine Anspannung wieder ab. Natürlich redete man in der Mittagspause über nichts Anderes: diese verrückten Wissenschaftler behaupten doch tatsächlich noch, dass heute der letzte Tag unseres Lebens wäre. Das hatten schon viele Sekten vor ihnen gesagt, und nie ist es eingetroffen. Bestimmt sind die einfach nur Freimaurer oder Amerikaner. Mir brummte der Kopf und ich beschloss, nach Hause zu gehen.

– Komm, wir überfallen eine Bank.
– Eine Bank überfallen? aber das ist verboten!
– Na und?
– Hast du nicht vergessen, dass heute Abend alle tot sein werden? Weiterlesen →

Gedankensplitter

Was wär wenn die Welt
Bestünde aus Gedichten
Blitzendes Glatteis

.

Und Zitate zu Künstliche Intelligenz (KI):

„KI ist Software, die Verhalten imitiert, welches – von Menschen ausgeübt – als intelligent betrachtet werden würde“
(Gerry Stahl et al., Computerunterstütztes Kollaboratives Lernen: Eine historische Perspektive)

Manche sind da optimistischer:

„Vielleicht behalten sie uns ja als Haustiere.“ (Marvin Minsky)

Deutschland sucht den Superchrist

„Was hast du uns denn mitgebracht?“
– „2 Krankheiten. Eine im Ohr und eine ist nur eingebildet.“ (Publikum lacht)
„Wie, nur eingebildet?“
– „Naja, eigentlich bin ich mir gar nicht so sicher ob ich wirklich krank bin … es wird manchmal besser, manchmal schlechter … vielleicht bin ich auch besessen …“
„Und du glaubst, dass Gott heilen wird?“
– „Ja, genau.“

„Und du, Linda, was möchtest du vortragen?“
– „Mein Mann hat mich verlassen und ich glaube immer noch.“
„Wie oft bist du denn schon geschieden?“
– „Noch … gar nicht.“
„Ach so. Tja, interessant. Kommen wir zu Marianna.“

– „Ich habe etwas Thematisches.“
„Danke, wir wollen Lebensgeschichten.“
„Jetzt lass sie doch mal ausreden.“
– „Ich dachte … also das würde … einen ganz neuen Impuls geben … ganz neue Perspektiven eröffnen …“
„Keine Angst, wir fressen dich nicht auf. Was ist denn dein Thema?“
– „Der Weltfriede und der Krieg.“
(Betretenes Schweigen)
„Das ist ein mutiges Thema. Selbst große Autoren trauen sich da oft nicht ran.“

„Aber du, Martin, hast doch sicher was ganz Spannendes.“
– „Na klar. Also, ich möcht ja nicht arrogant wirken oder so, aber ich bin voll demütig und so. Dank dieser Gabe haben sich schon Hunderte zu Gott, groß ist sein Name, bekehrt.“
„Das klingt nach einer Erfolgsstory.“
– „Genau … Also, es war so, …“
„Moment, Martin, dürfen wir erst die Eröffnungsrunde beenden?“
– „Wieso, ich war doch schon dran, oder? Und nach der Eröffnung kommt die Einleitung, habt ihr fei gesagt!“
„Schon, aber neben dir sitzt noch Karl.“
– „Ooops, den hab ich übersehn. Natürlich lasse ich ihm Vortritt, ich bin doch der demütigste …“
„Danke, Martin. Karl …“ (sieht auf die Hände von Karl, die gerade seine Brille putzen)
– „Ich bin bereit, ja.“
„Na dann schieß mal los.“
(Schweigen)

– „Vielen Dank für eure Einladung. Ich weiß selber noch nicht, warum ich jetzt hier bin …“
(flüstert) „Wie hat der bloß das Pre-Screening überstanden?“ (ratlose Gesichter der Jury)
– „… aber ich freue mich auf eine interessante Diskussionsrunde mit euch. Besonders Mariannas Beitrag interessiert mich. Wie bist du auf das Thema gekommen?“
„Ähm, Karl, du hast da was missverstanden. Jeder hier soll etwas beitragen, sonst klappt das nicht.“
„Aber das tut er doch.“
„Ach ja?“
„Er kann gut zuhören, checkst du’s nicht?“
(flüstert) „Hattest du den Mann am Telefon?“
(flüstert zurück) „Gib ihm ’ne Chance, Jürgen, bitte.“
(flüstert wieder) „Also gut.“ (laut) „Liebe Zuschauer, das sind also die Kandidaten. Ich möchte Sie jetzt schon darauf hinweisen, dass wir diese Show interaktiv gestalten mit Ihnen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Eingeblendet sehen Sie die Nummer, an die Sie eine SMS schicken können, um mitzubestimmen, welcher unserer Kandidaten als nächstes rausfliegt. Schicken sie zum Beispiel eine SMS mit dem Inhalt „Karl“ – das ist natürlich nur ein Beispiel – wenn Sie wollen, dass Karl rausfliegt. Es liegt an Ihnen, liebe Zuschauer. Wir sehen uns gleich wieder nach einer kurzen Pause.“
(Aus dem Off) Wer wird Superchrist 2011? Fünf Kandidaten wurden ausgewählt, aber nur einer davon kann gewinnen. Jeden Freitag um 19.30. Bleiben Sie drann!

Konstruierte Wahrheit?

Erst dreht sich die Sonne um die Erde, dann war es andersherum, und jetzt dreht sich das ganze Universum um das Individuum. (So wie der Mathematiker eine Kuh einzäuhnt: er spannt den Stacheldraht um sich selbst, und definiert, er sei außen.)

Dabei begann alles mit einer simplen Frage: ist die Realität tatsächlich objektiv/eindeutig, ist Zuschauen an sich nicht schon interpretieren? Geht es also mehr um Bedeutungszuweisung als um Wahrheit? Leider ist diese These (Konstruktivismus) genauso wenig beweisbar wir ihr Gegenteil (Positivismus). Auch ihre Auswirkung ist nur selbst-bestätigend: Je komplexer das gesellschaftliche System, desto komplexer halten wir es, desto komplexer verhalten wir uns. Darum Luhmann’s Theorie, dass der hauptsächliche Sinn von Organisationen ist, irgendeinen Konsens zu finden, um die Komplexität und damit die Unsicherheit unserer Umwelt zu verringern. Träumen wir nicht alle von einer Welt, in der genau das passiert, was wir uns vorstellen?

Es ist Nostalgie, Utopie, und vielleicht gar keine schöne. Denn: man müsste selbst perfekt und gut sein, um die Welt perfekt und gut zu regieren. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ich gebe den Anspruch auf, die Welt Stück für Stück zu verbessern, in verschiedenen Formen: Agnostik („Ich weiß, dass ich nichts weiß“), Hedonismus („Hauptsache, es geht mir gut.“) oder Determinismus („Was geschehen soll, wird geschehen“) – oder ich definiere mein Leben um, als Mond, der nicht selbst gut ist, sondern Güte widerspiegelt. „Ich weiß es nicht, aber ich muss es auch nicht wissen.“ Und damit stehe ich dem Konstruktivismus sogar näher als dem Positivismus, der Wissenserwerb als Fleißaufgabe sieht („Je genauer und aufwändiger, desto wahrscheinlicher, dass eine Gesetzmäßigkeit erkannt wird.“ Darum auch der Fortschrittsoptimismus). Ich vertraue meinem Vater & Freund, er hat mich bis hierhin geführt, und er wird es weiter tun.
.

You love me again today, Lord?
Is there no depth to the well that is you?
There is no depth to the well of need that is me.

– Sheila Walsh, „Outrageos Love“

Mein Geheimrezept

Also: Nudeln, Tomatensauce, und jetzt Überraschung: Zwiebeln und Apfel. Eine fünfte Zutat? Vielleicht ein bisschen Honig zum Abschmecken.

Nudeln kochen (z.B. Spaghetti.) Gleichzeitig Zwiebeln in einem Topf anbraten, dann mit Tomatensauce löschen. Ein wenig kochen lassen, dann die Äpfel dazu. Je nach Apfelart nochmal 5minuten köcheln – die Äpfel sollen weich sein, aber noch nicht auseinanderfallen. Mit Honig abschmecken, ansonsten das Übliche: Salz, Pfeffer, Öl, Balsamico, Kräuter, je nach Geschmack.

Guten Mampf!
(Oh, jetzt ist es ja nicht mehr geheim … Gutes teilen macht Spaß.)

Der Tag, als die Sonne nicht aufging (Teil 1)

Eines Tages ging die Sonne nicht auf. Es klingt blöd, ich weiß, aber um 9 Uhr sollte es draußen schon heller sein als das. Geht meine Uhr falsch? Selbst die Funkuhr ist nicht fehlerfrei? Was solls, ich muss zur Arbeit.

Dort angekommen, erwartet mich das Chaos. „Hast du schon gehört? Im Radio haben sie gesagt, dass die Sonne nicht aufgeht…“ Ach nee, dazu brauche ich kein Radio. „Nein, jetzt hör doch zu, das ist so sensationell, …“ Und haben sie irgendeine Erklärung dafür? „Nicht wirklich. Manche sagen, eine Dunkel-Wolke umhülle uns, andere wiederum behaupten, dass ein Sprung im Zeit-Raum-…Dingsbums dazu geführt hat, dass sich die Erde plötzlich auf einer anderen Stelle ihrer Umlaufbahn, vielleicht sogar ganz wo anders befindet.“ Klingt nach BILD-Zeitung. „Wieder andere behaupten, das sei so etwas wie eine Sonnenfinsternis, die Astronomen halten das aber für ausgeschlossen.“ Es gibt also so viele Theorien wie Presseorgane. „Bist du aber zynisch … die Welt geht unter, und du … “ Die Welt geht unter? „Ja, vielleicht.“ Ich mach mich dann mal an die Arbeit. Ohrenstöpsel rein, Computer an.

In der Kaffeepause sind sie noch aufgebrachter geworden. „Und was, wenn es wirklich ein Meteorit wäre, der auf die Erde zufliegt? Aber das geht ja gar nicht, der wäre doch viel zu klein. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Meteorit die Erdoberfläche berührt, ist 1 zu einer Million. Und dann ist schon so viel verglüht, das kann gar nix mehr anrichten, außer Kopfschmerzen vielleicht. Und wenn aber …“ Hey Leute, es wird heller draußen! Alle rennen zum Fenster. Tatsächlich, so als würde es dämmern. Wenn man jetzt die Sonne sehen könnte, wäre sie angefressen, wie eine Mondsichel. Aber da kam auch schon die Durchsage aus dem Radio.

Fortsetzung folgt (Teil 2 – Teil 3). Zwischenzeitlich könnt ihr euch selbst die Frage stellen: Angenommen, es scheint wissenschaftlich erwiesen, dass in den nächsten 12 Stunden der Meteorit einschlägt und die Folgen des Einschlages dafür sorgen, dass alle 12 Stunden später tot sind … (Du kannst dich zwar in einen Bunker flüchten, musst aber dort 100 Jahre ausharren – nur die nächste Generation würde das Tageslicht wieder erblicken.) Und jetzt?

Das Babbage-Prinzip

(oder: Warum verrichtungsorientierte Arbeitsteilung die Produktionskosten senkt)

Eines Tages in der Zoo-Handlung.
– Guten Tag, mit was kann ich ihnen behilflich sein?
– Ich hätte gerne ein Tier.
– Eine Katze? Ein Hund?
– Naja, ich weiß nicht genau. Also streicheln möcht ich es können. Eier soll es legen. Und meinen Essenreste darf es auch aufessen.
– Alles auf einmal? Sie wollen also ein Katzhuhnschwein?
– Wenn Sie es sagen, Sie sind der Experte. Wieviel kostet es?
– Das müsste ich ihnen erst züchten. Die heutige Technik macht alles möglich … aber so um die 2000 Euro werden sie schon zahlen müssen.
– 2000 Euro! Für nur ein Tier!
– Das ist eine Maßanfertigung, sie verstehen. Ich könnte Ihnen aber auch ein Sonderangebot machen: eine Katze, ein Huhn und ein Schwein zusammen für nur 999 Euro.
– Das braucht mehr Platz.
– Dafür können sie aber die Anzahl der Eier besser regulieren: einfach weitere Hühner dazukaufen. Für ein weiteres Katzhuhnschwein würden Sie nochmal 2000 Euro zahlen, selbst wenn Sie nur mehr Eier möchten.
– Das stimmt. Kann man denn alle drei Tiere in einem Stall halten?
– Na klar! Nehmen Sie einfach diesen Ratgeber dazu: „Harmonie und Effektivität im Interanimalischen Raum.“ Nur 9,99 Euro.
– Okay, vielen Dank.

„Dass, nachdem das Werk in mehrere Prozesse geteilt ist, deren jeder verschiedene Grade von Geschicklichkeit oder Stärke erfordert, der Fabrikherr sich in den Stand versetzt sieht, von beiden Eigenschaften genausoviel in Anspruch zu nehmen, als jeder Prozess verlangt; wenn dagegen ein einziger Arbeiter das Werk vollenden sollte, so müsste er so viel Geschicklichkeit und so viel Kraft besitzen, dass er einerseits dem schwierigsten und andererseits dem mühsamsten der verschiedenen Prozesse gewachsen wäre.“
(Charles Babbage 1835: 175; zitiert in Kieser/Ebert „Organisationstheorien“)

(Das mit dem Managementtechniken aufs Korn nehmen kann Gunther Dueck – Folge 127 – viel besser als ich.)

Lieber Weihnachtsmann

Lieber Weihnachtsmann,

Schön, dass es dich gibt. Sonst würdest du diese Zeilen ja nicht lesen. Diesmal bekommst du keine dicke Wunschliste. Ich wünsch‘ mir nur, einen Brief von dir zu bekommen.

Was ich noch nie so richtig verstanden habe: warum du das alles eigentlich machst. Ich meine, als Kind stellt man solche Fragen eher nicht, da ist das Geschenk selbst wichtiger! Aber, ich muss dazu sagen, ich bin ja schon Mitte 20, und irgendwie kamen meine Geschenke auch nicht von dir oder dem Christkind (arbeitet ihr eigentlich zusammen?), sondern von meinen Eltern, Onkeln, Tanten etc. Die Säkularisierung, also ich meine, irgendwie bist du nicht mehr sehr beliebt in der heutigen Gesellschaft. Aber vielleicht wirst du ja durch die Postmoderne ein Symbol für Random Acts of Kindness?

Womit wir wieder bei der Ausgangsfrage wären. Seh‘ ich das richtig, du verdienst das Jahr über Geld, damit du einmal im Jahr Kindern eine Freude machen kannst? Oder hast du Industriepartner, Sponsoren, EU-Mittel, vielleicht sogar Aktienkapital?

Vielleicht habe ich auch deswegen kein Päckchen von dir bekommen, weil ich ja schon genügend von meiner Family gekriegt habe – du machst es wohl eher wie Weihnachten im Schuhkarton, du beschenkst diejenigen, die sonst nichts kriegen würden, sehr löblich.

Wo wohnst du eigentlich? Gibt es für die Südhalbkugel andere verantwortliche Weihnachtsmänner (oder -frauen)? Ich meine, dir müsste dort ja unerträglich heiß sein in deinem Gewand!

Was hältst du davon, dass in den Läden die Vorweihnachtszeit schon Ende August anfängt? Ist das nicht wie ein Marathon-Freuen?

Da fällt mir ein, ich weiß ja gar nicht, wohin ich diesen Brief schicken soll. Hast du vielleicht eine Email-Adresse? ‚Ne normale Postadresse würd’s auch tun, aber du solltest dich langsam an den Gedanken gewöhnen, dass die Digital Natives etwas anders ticken. Ein StudiVZ-Account wäre natürlich noch mehr im Trend. Aber nur wenn du auch regelmäßig deinen Status updatest, sonst gehst du ja in der Freundesliste komplett unter.

Standest du eigentlich schon vor Gewissenskonflikten? Zum Beispiel, wenn du nur noch ein Geschenk hast, aber 2 Kinder dich erwartungsvoll ansehen? Oder ein Sponsor dir nur Geld gibt, wenn du ihm Exklusiv-Vermarktungsrechte einräumst? Oder wenn du in der Zeitung liest, dass die Puppen, die du gerade verteilt hast, Giftstoffe enthalten? Man kann es sich bei dir irgendwie nicht ganz vorstellen, aber du bist ein geschäftiger Mann, und vermutlich wirst du auch versuchen, verantwortlich und sozial relevant zu handeln. Ach ja, wie hältst du es mit den Anti-Diskriminierungsgesetze? Wie muss ich mir das eigentlich vorstellen, bist du Arbeitgeber oder Selbstständiger? Was machen deine Angestellten im Sommer? Und was sagt das Finanzamt zu diesen Vermögensumverteilungsmaßnahmen?

Fragen über Fragen. Aber die – auch bei Kindern beliebte – Frage „Warum?“ würde mich am Meisten interessieren. Vielen Dank im Voraus für deine Erläuterungen.

Dein Benjamin

La Sortie des Israélites

Un jour, en Egypte …

– C’est trop beau ici, le paysage et tout …
– Tu appelles ça beau, le désert ?!
– C’était ironique, mec.

– Maman, quand est-ce qu’on arrive? C’est encore loin?
– Continuez à marcher, on fera bientôt une pause.
– Pause pique-nique ou pause pause?
– Je veux une glace, moi …
– Arrêtez de vous plaindre et venez! J’ai pas envie de vous perdre … on est quand même une million de personnes, faut pas oublier … et si je m’imagine que …
(Meeeh …)
– Tu dis à tes enfants de se taire, et toi⁻même tu te plains! Ça a toujours été comme ça.
– Excusez-moi, mais vos conflits conjugaux ne peuvent pas attendre la sortie du désert? Weiterlesen →

… und Anfang

Einmal, im Kunstunterricht, malte ich Wasser um die Mühlen herum, eine große Flut, und war fasziniert, dass man nicht erkennen kann, ob das ein Sonnen-Aufgang oder Sonnen-Untergang sein kann, und dass jede Katastrophe nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang ist. (Die Kunstlehrerin teilte diese Faszination nicht ganz.)

Und jetzt, wo ich auf der Grenze stehe, zurück gehen genauso weit wäre wie nach vorne, und die Zukunft immer noch viel an Unsicherheit birgt, fasse ich mir mein Herz und gehe. Nicht allen konnte ich meine Wertschätzung ausdrücken, aber ich bin nicht das Zentrum des Universums. Wieder einmal steige ich mit Sack und Pack in den Zug und fahre hin, wo er mich hinbringen wird. Hoffentlich nach Siegen.

Dort gibt es nämlich viel zu entdecken: neue Gemeinde, neue WG, eine Uni (mit Bibliothek!), neue Wälder, neue Diskussionen, neue Fächer, und trotzdem noch derselbe Computer. Auch wenn ein Neuanfang auch neue Chancen für Charakterentwicklung birgt, bleibe ich doch ungefähr derselbe. Und das ist ok.

Und so fange ich an zu joggen. Immer weiter, immer weiter, den Sternen entgegen. Und im Vorbeifliegen werfe ich euch meine Grüße zu, allen, die sie auffangen mögen. Am liebsten würde ich rufen: kommt doch mit! Aber man kann nichts machen, nicht alle Züge fahren nach Siegen. Na denn, wohlauf! das Abenteuer wartet.