gelb leuchtender Raps.
weiß regnende Blüten.
gelb färbender Löwenzahn.
deckweiß gehellte Wiese.
orange strahlende Bäume.
unsichtbar keimende Hoffnung.
wie schön bist du, mein Gott.
Meer der Zukunft
Also gut. Ich stelle mich dem Kampf mit dem leeren Blatt Papier, mit der Ungewissheit, wohin es führt. Wohin werde ich geführt? Wohin führe ich?
‚Nichts Neues unter der Sonne‘ sagte der Matrose, während er das Meer anstarrt. Es ist Windstille, tausend kleine Wellchen tummeln sich wie Millionen Menschen, die im Takt ihres Arbeitgebers ihre Arbeit verwirklichen. Sie schaffen Realitäten, ohne Realitäten schaffen zu wollen; sie wollen Mensch sein, benutzen dazu aber menschenunwürdige Mittel. Die Sonne strahlt, auch heute, mit erstaunlicher Konstanz und Präzision. Wenn doch nur genauso konstant Liebe unserem sozialen Gefüge hinzugefügt würde! denkt er und wundert sich über diesen Gedanken.
Eine leichte Briese streichelt seine Hand. ‚Du bist mein geliebter Sohn‘ hört er in seinem Inneren. Ist ihm diese Stimme nicht wohlbekannt? An wen erinnert sie ihn? Er schließt die Augen und überlegt. Wer könnte das bloß gewesen sein? Geliebter Sohn … moment, das ist ja krass. Ich bin geliebt? Von wem ?!
Seit 2 Jahren war er auf diesem Schiff unterwegs. Er hat Stürme überlebt, und inzwischen ist er gut mit der Mannschaft eingespielt. Man vertraut sich gegenseitig, weil man muss – wenn wir nicht zusammenhalten, bricht der Wind uns auseinander. Und dennoch …
… Geliebter Sohn … ein Sohn braucht seinen Vater, um zu überleben. Aber nicht darum vertraut er ihm. Auch nicht, weil sie einen Vertrag unterzeichnet, oder einen Kompromiss geschlossen hätten. Ein Sohn vertraut seinem Vater, einfach weil der Vater ihn liebt. Zum Beispiel indem er das Essen besorgt, zum Beispiel durch gemeinsame Angeltouren, die gemeinsamen Gespräche, das gemeinsame Schweigen … das Meiste bleibt wohl unsichtbar, wie die Tiefen des Eisberges.
Ein Vater, der mich liebt? Sein Zimmerkollege tippt ihm von hinten auf die Schulter. ‚Na, was träumst du schon wieder?‘ und verschwindet, zum Frühstück.
Das Meer ist klar. Meine Gedanken nicht.
FSJ – Zentralakademie
Einige Sätze, die ich aus den Seminartagen des RMJ in den Gästehäusern Hohe Rhön mitgenommen habe:
„Verliebtsein ist wie ein Schnupfen; er kommt und geht.“ (Karl Bayer)
„Wer mit 17 noch nicht verliebt war, ist in seiner Entwicklung hinterher … Fange keine Beziehung an, bevor du nicht deine eigene Identitätssuche einigermaßen abgeschlossen hast.“ (Karl Bayer)
„Wachsende Reife ist nichts anderes als wachsende Frustrationstoleranz: wie lange kann ich es aushalten, von der Wunschauslösung (z.B. Hunger) bis zur Wunscherfüllung (z.B. Essen) zu warten?“ (Karl Bayer) Er sagte diesen Satz im Kontext von Wahrheit und Denominationen: wir wollen die Wahrheit wissen und ausdiskutieren; aber sind wir auch bereit, ein Leben lang auf die Antwort zu warten?
„Besser man macht aus einem Saustall eine Kirche (z.B. das Evangelium in die Kneipen bringen), als aus einer Kirche einen Saustall zu machen (z.B. indem man sich so lange in theologischen Diskussionen verstrickt, bis das „Blut“ spritzt und die Herrlichkeit Gottes flieht)“ (Fritz Schroth)
„Geborgenheit ist aktiv und passiv. Aktiv: „Ich berge mich in dir, ich vertraue dir“ und Passiv: „(ich vertraue dir) dass du mir Schutz gibst.“ Aus dieser Geborgenheit entsteht dann Mut, es zu wagen, (aktiv) gehorsam zu sein (passiv).“ (ich selbst)
„Frömmigkeit ist die Entscheidung, die Abhängigkeit von Gott als Glück zu bezeichnen.“ (Hermann Bezzel)
„Die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen ist die wichtigste Quelle der Wertschöpfung.“ (Fritz Schroth?)
„Ich bitte euch, denkt nicht über Sünde nach. Wer über Hass nachdenkt, fängt an zu hassen. Der einzige Ort, wo Sünde nicht Verdamnis hervorruft, sondern Vergebung, das ist das Kreuz Gottes.“ (Fritz Schroth)
Ich sehe den Nebel draußen (dort ist es oft neblig) und spüre, dass es ein Bild ist, wie Gott um uns herum ist, überall da, ganz nah. Und ich höre: „Mit meinen Armen umgebe ich dich – bis ans Ende der Zeit.“
„Das Baby ist der einzige Mensch, der das Recht hat, verstanden zu werden ohne Worte.“ (Dennis Clackworthy) Darum sprich aus, was dich stört. (Aber in Weisheit.)
„Diese Einstellung, ‚Rutsch mir doch den Buckel runter‘, das ist freiwillige Einsamkeit.“ (Clackworthy)
„Auch wenn die Welt noch so technisch-gläsern wird, eine Grenze bleibt. Ich kann nur wissen, was in deinem Herzen vorgeht, wenn du es mir erlaubst.“ (meine Reaktion auf ein Absatz des John Ortberg-Buches „Everybody’s normal till you know them“)
„Würde ist ein unsichtbares Mal auf der Stirn, ein Stempel: diese Person ist Gottes Eigentum. D.h. wer eine Person verletzt, verletzt Gott.“ (meine Reaktion auf die Antwort von Karl Bayer zu der Frage, ob Todesstrafe biblisch ist.)
Viele neue Gedanken. Jetzt ist die Herausforderung, wieder in Hainichen anzukommen (die Neuerungen herausfinden, die alten Beziehungen wieder bauen etc.).
Zu: Angela Fresz: DISG & aktive Lebensplanung
(wieder eine Wiederspiegelung meines Herzens von der Lehrwoche)
Meine Freunde, wie schön dass es euch gibt. Ihr bereichert mich, und ich möchte lernen, dass das wichtiger ist als die Konfliktpunkte die dadurch entstehen. Einheit ist „gefährlich“: die Gefahr, dass ich verletzt werde, ist viel größer; aber die Effizienz, etwas zusammen zu tun, mit einem Herzen, ist viel größer.
Möchte lernen, auf diese unterschiedlichen Menschentypen Rücksicht zu nehmen; mehr Worte zu benutzen, damit auch D-Typen mich verstehen; möchte lernen, wie man Ergänzung lebt, wie ich meine Gaben gut einbringen kann und ihre Gaben gut annehmen kann und wie das Ganze dazu dient dass der Tempel des Höchsten gebaut wird: seine Gemeinde. Ich bin Teil der Gemeinde, und Gott heiligt seine Gemeinde. Darum sehne ich mich nach Erneuerung mit dir; denn ich möchte lernen, mit dir eins zu sein, wie Jesus mit dem Vater eins war. Das klingt visionär. Das klingt gut.
Vater, lehre uns deine Liebe. Deine Furchtlosigkeit. Deine Annahme. Lehre uns, wie wir uns gegenseitig helfen können zu lernen. „Stiftet einander an zu Liebe und guten Taten“ steht im Hebräerbrief (Kap. 10) und das möchte ich leben.
Wie kann ich das Beste aus meiner Aufgabenorientiertheit machen und trotzdem Beziehungen mit dem Wert schätzen, den sie tatsächlich haben: sie sind wesentlich wertvoller als meine Projekte.
Möchte euch grüßen mit dem Überfluss meines Herzens. Möchte euch geben, was eurem Wert gebührt; aber ich kann nur geben, was mir gegeben wurde. Möchte euch ehren. Möchte mein Alles in euch hineingeben. Mein Äußerstes für Gott bedeutet auch, total für die Welt um mich da zu sein, anfassbar zu sein. Möchte, auf der Basis von Gott, hingehen und verändern. Möchte die Gemeinschaft mehr lieben als meinen Traum von der Gemeinschaft.
Möchte lieben, wie Gott liebt.
Das Weihnachtsgeschenk
Text: Matthäus 2
Der Geist Gottes sprach zu den Herzen der Magier: „Komm!“ Sie hörten den Ruf, brachen ihre Zelte ab. „Wir wollen ihm die Ehre geben, die ihm gebührt. Was können wir ihm geben?“
Der Erste sagt: „Ich gebe ihm Gold“ und sammelte all sein Gold zusammen. Zu Jesus sagte er: „Ich wünsche dir, dass du in Reichtum lebst. Du hast das Recht, das Gold aller Juden zu sammeln, und ich will ihnen gleich sein.“ Und Jesus antwortete: „Nein, sondern ich gebe anderen Reichtum. Sieh doch das Gold in meinem Herzen.“
Der Zweite sagte: „Ich bringe ihm Weihrauch“ und fühlte sich ganz schlau, weil er gehört hatte, dass die Juden Weihrauch opferten als Ausdruck höchster Hingabe. Zu Jesus sagte er: „Geh hin, opfere dies für dich. Ich wünsche dir, dass du vor deinem Gott gerecht bist, damit du gesegnet wirst wo immer du hingehst.“ Und Jesus antwortete: „Nein, sondern mich selber werde ich opfern. Ich werde nicht Gerechtigkeit nehmen, sondern Gerechtigkeit geben. Damit die Juden und alle, die zu ihnen gehören werden, gesegnet sind, wo immer sie hingehen.“
Der Dritte sagte: „Ich gebe ihm Myrrhe.“ Zu Jesus sagte er: „Ich wünsche dir einen schönen Tod. Ich wünsche dir, dass du lange herrscht, und dass du selbst bei deiner Beerdigung von deinem Volk geehrt wirst: du wirst in ein Grab begraben werden wie ein König.“ Und Jesus antwortete: „Nein, sondern ich werde sterben, damit andere einen wahrlich schönen Tod haben können. Ich werde sterben vor der Reife meines Alters, und dennoch: Es wird vollbracht sein.“
Der Geist Gottes sprach zu den Herzen der Hirten: „Komm!“ Sie hörten den Ruf, und fragten sich: „Was können wir dem König geben?“ Sie fanden nichts. Aber sie begriffen, dass Gott sie gerufen hatte, trotzdem. Und sie brachen ihre Zelte ab.
Sie gaben dem König die Anbetung, die ihm gebührt. Sie hatte nichts, also gaben sie sich selbst. Egal wie reich du bist: bist du arm genug, um dem König der Könige zu begegnen?
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„The cost for the recipient of God’s grace is NOTHING – and no price could be higher for arrogant people [like me] to pay.“ (Allender, Tremper: Bold Love, p. 39)
Der Preis für den Empfänger von Gottes Gnade ist NICHTS – und kein Preis könnte höher sein für arrogante Menschen [wie mich].
Momentaufnahmen meines Lebens (Heimaturlaub)
19. November, 17:00
Der Wecker klingelt, ich verabschiede mich von den Kaffeegästen. Simones Wohnung ist schön, und auch schön klein.
Ich fahre zum Petuelring, suche die Straße, in der ich den Roller abholen soll: jemand vom Jmem-Gelände hat ein Kinderroller ersteigert, und Selbstabholung war deutlich billiger als Versand. Naja gut das hat mich ein bisschen Organisationsarbeit gekostet aber das trainiert mich ja auch, ne. (Von wegen ’ne‘ gibt’s nur in Hannover. Nur hier in Sachsen spricht man es nicht ’neee‘, sondern ’ne‘ mit umgedreht e (tiefes e).) Die Straße war einfach zu finden, die Hausnummer nicht.
Mit Roller steige ich in die Trambahn, soll ich jetzt nochmal stempeln? Wenn ich mir überlege, was wäre, wenn ich tatsächlich kontrolliert werde, wird mir übel und ich merke, dass ich es eigentlich doch nicht vor mir verantworten kann. So stemple ich nochmal. („Rundfahrten sind nicht erlaubt.“)
Ich steige um in den Bus, und lese wieder dass ich am Rotkreuzplatz vorbeifahre. Ich habe schon ein paar Tage vorher überlegt, vielleicht Vroni zu besuchen, aber … jetzt erst erwäge ich es als Möglichkeit, es tatsächlich zu tun. Ich schaue auf die Uhr: ich könnte Rotkreuzplatz aussteigen, die 20 Minuten bis zum nächsten Bus zur MädchenWG rennen und wieder zurück, und dann komme ich genau pünktlich um 6 Uhr an der Donnersberger Brücke zur Mitfahrgelegenheit nach Dresden.
Zwei Stationen noch. Will ich das? Werde ich es tun? Trau ich mich? Komme ich dann nicht zu spät?
Rotkreuzplatz. Mein Herz schlägt höher. Die Türen gehen auf, mit Unentschlossenheit bleibe ich stehen. „Im Nachhinein werd ich es bereuen, es nicht getan zu haben.“ Die Türen gehen wieder zu. Erst jetzt höre ich Gottes Stimme eindeutig: „Du darfst die Zeit auskosten.“ Ich fühle mich bestätigt und breche auf, denn der Bus steht noch: er hat noch gewartet.
Schnellen Schrittes nähere ich mich der WG. Warum möchte ich das? Was ist, wenn ich gefragt werde, warum ich es mache? Die ehrliche Antwort: weiß ich nicht. Ich renne die Treppe hinauf. Ich werde vor der Tür stehen, sagen, „Ich wollte nur kurz kommen“, und dann wieder gehen.
„Komm herein“ sagt Vroni, als sie die Tür aufmacht. Ich komme herein, erkläre, warum ich einen Roller dabei habe, begrüße auch Sascha, und setze mich an den Küchentisch. „Willst du was trinken?“
Ich wollte nichts drinken, und ich wollte auch nicht die Worte wiederholen, die ich unter meinen Verwandten verteilt habe (auf die Fragen: was machst du? Wie geht es dir?), und sie sagt: „Dann erzähle etwas, was du noch keinem erzählt hast.“ Ich erzähle ihr vom Niederseilgarten und dass eine Situation symbolisch geworden ist dafür, dass ich lerne, Leiter zu sein. „Ich muss gehen.“
Pünktlich 5 vor 6 bin ich an der Donnersberger Brücke. Ich bin glücklich, zwei Gesichter gesehen zu haben, die ich mag.
„Du darfst die Zeit auskosten.“ Ja, das habe ich angefangen zu tun. Ich weiß nun, dass dazu Arbeit genauso dazugehört wie Pause – und so mache ich intensiv Pause und intensiv Arbeit. (Allerdings verplane ich deutlich mehr als 60 % meiner Zeit, was Tiki Küstenmacher als Richtlinie angiebt.) Und immer wieder mal wage ich es, spontan zu sein. Kinder auf meinen Schoß zu nehmen, meine Familie anzurufen, oder den Gedanken auszusprechen der mir grad kommt.
Unser täglich Brot gieb uns heute …
Vater unser,
„Gott, dein Vater, ist König. Und du, …, bist sein Königskind.“ Jeder von uns haben beim letzten Hauskreisabend ein Kärtchen gezogen mit einem anderen Namen drauf, wir sollen diese Person erinnern, wer Gott ist und wer wir sind, indem wir sie immer wieder mit diesem Satz grüßen in der nächste Woche. Gott, dein Vater, ist ein sanfter Gott: er ist die Taschenlampe im Dunkeln, das Licht am Ende des Tunnels, die Hoffnung inmitten von Verzweiflung. Er ist das A und das Z, und auch Wörter mit äöüß haben seinen Ursprung in seiner Kreativität.
der du bist in den Himmeln,
Er war vor Beginn meiner Zeit, vor Beginn der Zeit der Berge, vor Beginn der erforschbaren Zeit. Er ist. Seine Gedanken sind viel höher als meine Gedanken, und sie sind voller Frieden und Hoffnung. Ich bin sein Kind.
Geheiligt werde dein Name!
Herr, ich will deinem Name Ehre geben. Ich will dich repräsentieren, aberheiligen musst du dich selber. Du bist es, der auf die Erde gekommen bist,damit dein Name erhoben werde. Und auch heute noch ist es sehr von dir abhängig, wie erfolgreich wir in diesem Projekt sind. Du bist heilig.
Dein Reich komme!
Jesu Kommen sei der Anfang deines Reiches, oder sogar noch früher. Wir wollen deine Herrschaft! Wir wollen deine Verwaltung. Bitte verwalte auch unsere Herzen: zeige uns, wo wir uns (als DTS) einander zuwenden können. Zeige uns, wo wir unsere Ressourcen schlecht ausnutzen, entweder weil wir sie verschimmeln lassen (hier ist Schimmel omnipräsent, nicht nur in der Küche), oder weil wir sie auslaugen.
Dein Wille geschehe!
Darum wollen wir uns an deinem Willen orientieren: weil wir nicht wissen, was gut ist. Jedenfalls nicht in dem erforderlichem Maße. Leite uns, deine Liebe zu leben. Deine Träume zu erfüllen. Deine Nähe zuzulassen, auch in Schmerz und Tränen. Ich möchte meine Haltung, mich selbst verteidigen zu müssen, indem ich mich zurückziehe, aufgeben. Sie ist nicht dein Wille: dein Wille ist, dass ich stark (und nicht ängstlich-zurückhaltend), unabhängig (und nicht nach Aufmerksamkeit und Anerkennung lechzend), frei (und nicht von Menschen gefesselt), verantwortlich (und nicht willkürlich, nach dem Lust-Prinzip, Hedonismus), aber vor allen Dingen abhängig von dir (und nicht selbstständig), mein Leben lebe. Ich vertraue deiner Stärke, dass ich stark bin. Ich vertraue deiner Wahrheit, dass ich frei bin. Ich vertraue deinen Maßstäben, dass ich verantwortlich entscheide. Ich vertraue deiner Eifersucht, dass der Thron meines Herzens von dir besetzt ist und nicht von Götzen (alles anderes, was man auf diesen Thron setzt, wird zum Götzen).
wie im Himmel, so auch auf Erde.
Ich bin froh kein Engel zu sein. Auch wenn die Engel Gott unablässig anbeten können und ich … naja damit viel mehr Schwierigkeiten habe. Ich danke dir für meine Identität, ich bin Kind. Im Himmel hast du festgelegt, wer und wie ich bin; auf der Erde wird sich festlegen, wer ich sein werde. Darum möchte ich, dass dein Wille geschehe; denn ich möchte die Reichtümer, die du mir zu Verfügung stellst, gut verwalten; denn ich liebe dich.
Wie kann ich im Himmel und auf der Erde leben? Wie kann ich bodenständig und himmelsständig zugleich sein? Deine Nähe wird es vollbringen: du hast die Brücke gebaut zwischen Himmel und Erde. Du hast die Erde geküsst, du hast dich eins gemacht mit ihr. Vielen vielen Dank.
Unser tägliches Brot gib uns heute
Du kennst meine Bedürfnisse, noch bevor ich sie erkannt habe. Bitte gib mir Essen: materielles Essen für meinen Magen, philosophische Offenbarung für mein Verstand, emotionale Offenbarung für meine Gefühlswelt, menschliche Offenbarung für mein Sozialleben, moralische Offenbarung für meine Entscheidungskraft und Gewissen, energische Offenbarung für meine Lebenskraft, und eine Offenbarung über Ausgeglichenheit von allem Aufgezähltem und nicht Aufgezähltem. Bitte kümmere du dich darum, dass ich nicht zu kurz komme. Ich will von dir erwarten, dass du mich ernährst, von niemand anderes; selbst wenn es um Bedürfnisse geht, die nur Menschen stillen können und nicht du selbst. (Wobei ich denke dass du auch dort ein guter Ersatzstoff sein kannst. So dass die Leute die sagen „Allein die Gnade genügt“ auch ein bisschen Recht haben.)
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Herr, höre den Schrei unseres Herzens: FREIHEIT! Heile uns. Beschütze uns vor den Angriffen des Teufels, dein Blut ist unser Schutz. Richte unsere Augen auf dich, damit du uns rechtzeitig warnen kannst. Hilf uns, uns gegenseitig zu vertrauen, damit jeder seinen Bereich an der Mauer bewachen kann und zu Hilfe rufen kann, wenn ein Angriff kommt.
Ich habe keine Angst vor Krieg, mein Feind. Ich hätte keine Chance dich zu besiegen; aber das macht nichts, mein Gott steht an meiner Seite und streitet für mich. Security, bitte mal kommen!
Denn dein ist ewig das Reich,
und die Kraft,
und die Herrlichkeit,
Ich bin. Gott ist. Der Teufel, der Besiegte, war. Es ist 6:55, ich gehe hinein in den Tag.
Gott, ich liebe es mit dir zu streiten,
aber ich hoffe, es wird eine Zeit kommen, dass wir zusammen feiern werden.
Amen.
(in der Leidenschaft, mich mit euch mal wieder zu teilen, habe ich beschlossen, euch heute in mein Morgengebet mit hineinzunehmen. Und der Rechtschreibfehler im Titel symbolisiert: ja, ich habe Fehler. Aber das macht nichts, Gott nimmt mich trotzdem an.)
Gott ist wie … ein liebevoller Lehrer
Hinter dem alltäglichem Chaos entdecke ich einen Lehrer, der mich liebt.
Gott, wo bist du?
– In deinem Herzen.
Wo ist mein Herz?
– Vergraben unter viel Müll.
Wo ist der Müll?
– Den siehst du …. (und ärgerst dich darüber)
Es ist wie … stell dir vor, ich wäre ein 6.-klässler.
Ich schreibe in mein „Schreibe-was-du-möchtest“-Heft, und lasse mein Heft wie üblich unter der Bank. Scheinbar interessiert sich mein Lehrer nicht für meine Aufsätze, denn nirgends sind rote Anmerkungen „Rechtschreibfehler“, „Zeitstufe!“ oder anderes.
Aber so nach und nach stelle ich fest, dass mein Lehrer meine Fehler erkennt und mich gezielt herausfordert: er lässt mich üben, was ich üben muss. Ich stöhne, weil ich es nicht kann, aber ich übe es, weil ich meinen Lehrer gern habe.
Und irgendwie weiß mein Lehrer das alles und ist zurückhaltend, mir diese Zusammenhänge zu erklären; irgendwie ist er der Meinung, es reicht mir, wenn ich seine Liebe erlebe, ich muss sie nicht verstehen.
Vielleicht wäre es auch gefährlich für mich, sie zu verstehen. (Wissen ohne Liebe ist zerstörerisch.)
Geschützt: Buß- und Bettag
Stefan Driess: Das Vaterherz Gottes
(der Text ist eine Zusammenfassung von dem, was Stefan Driess uns die letzte Woche beigebracht hat. )
Vater hat ein Herz, wusstest du das schon? Ein Herz, so groß, dass du, der Andere, und Alle darin Platz haben. Mein Papa hat ein Herz für mich.
Mein Papa: vor nicht allzu langer Zeit, vor ungefähr 2000 Jahren, hat er mich adoptiert. Er ist zum Ordnungsamt gegangen, hat alle Formalia erfüllt und jetzt bin ich rechtmäßiger Sohn Gottes.
Mein Papa ist ganz reich. Ihm gehören die Bäume, die Vögel darin, die Meere mit den Fischen darin, die Autobahnen mit den Autos darin, und die Häuser mit den Menschen darin. Das alles ist sein Eigentum, er hat die Macht darüber damit zu tun was er will. Aber bei den Menschen hat er eine Ausnahme gemacht: er hat ihnen versprochen, dass sie sich selbst gehören dürfen. Und so hat er ihnen ein Stück Verantwortung übertragen: weise zu entscheiden, was sie mit ihrem Eigentum machen.
Mein Papa ist ganz stark. Wenn Berge mit ihm kämpfen, dann kann er sie plattwalzen. Wenn sich alle Wellen zusammentun zu einer riesigen, er kann sie durchbrechen. Wenn alle Menschen der Welt sich zusammentun würden, so würde er sich dennoch nicht erpressen oder berauben lassen.
Aber trotz seiner Stärke ist er nicht aggressiv. Selbst wenn man ihn reizen würde, er würde nicht ausflippen. Weil in ihm etwas anderes dominiert: Liebe. Stell dir vor, du schreist ihn an, sagst ihm wie schrecklich er dich findet, und er antwortet gelassen: „Du, weißt du, ich hab dich lieb.“ Und du bist immer noch wütend und beschwerst dich, dass er auf deine Fragen nicht eingeht, und er ist immer noch gelassen und sagt: „Doch, ich gehe auf deine Frage ein. Ich sehe nur noch viel mehr Fragen in dir als die, die du aussprichst.“ Mein Papa ist ganz sanft.
Mein Papa ist treu. Er ändert seine Meinung nicht einfach so mal, er beschließt nicht „ach ich will doch nicht dass du mein Sohn bist“, er sagt mir nicht Sachen ins Gesicht die er nicht meint. Er ist nämlich auch immer ehrlich, weißt du? So ehrlich dass er mich manchmal sogar unterbricht um mir irgendwas Wichtiges zu sagen. Er weiß ganz genau was wichtig ist und handelt auch danach.
Das ist mein Papa. Ich bin sein Erbe. Ich bin sein Sohn.
Mein Papa. Ich bin stolz auf dich.
Autor dieses Textes bin ich, Benjamin Pick. Falls du mehr Informationen über Stefan Driess suchst, gehe direkt auf seine Homepage.
Er war eine Woche bei uns (DTS Hainichen 06 / 07) zu Besuch, um uns zu zeigen, wie sehr der Vater, Gott, uns liebt – was umso stärker ist, weil er selbst es so sehr lernen musste – seinen leiblichen Vater kennt er nicht. Die Zeit, die er bei uns war, bedeutet mir viel, und ich kann eine Begegnung mit ihm, zum Beispiel in seinen Seminaren (siehe Punkt „Kalender“ auf seiner Seite), nur empfehlen. Weil ich mich gerne schreibend ausdrücke, habe ich mit diesem Text bearbeitet / verarbeitet, was er uns erzählt hat, und was mich davon angesprochen hat.