Zu: Angela Fresz: DISG & aktive Lebensplanung

(wieder eine Wiederspiegelung meines Herzens von der Lehrwoche)

Meine Freunde, wie schön dass es euch gibt. Ihr bereichert mich, und ich möchte lernen, dass das wichtiger ist als die Konfliktpunkte die dadurch entstehen. Einheit ist „gefährlich“: die Gefahr, dass ich verletzt werde, ist viel größer; aber die Effizienz, etwas zusammen zu tun, mit einem Herzen, ist viel größer.

Möchte lernen, auf diese unterschiedlichen Menschentypen Rücksicht zu nehmen; mehr Worte zu benutzen, damit auch D-Typen mich verstehen; möchte lernen, wie man Ergänzung lebt, wie ich meine Gaben gut einbringen kann und ihre Gaben gut annehmen kann und wie das Ganze dazu dient dass der Tempel des Höchsten gebaut wird: seine Gemeinde. Ich bin Teil der Gemeinde, und Gott heiligt seine Gemeinde. Darum sehne ich mich nach Erneuerung mit dir; denn ich möchte lernen, mit dir eins zu sein, wie Jesus mit dem Vater eins war. Das klingt visionär. Das klingt gut.

Vater, lehre uns deine Liebe. Deine Furchtlosigkeit. Deine Annahme. Lehre uns, wie wir uns gegenseitig helfen können zu lernen. „Stiftet einander an zu Liebe und guten Taten“ steht im Hebräerbrief (Kap. 10) und das möchte ich leben.

Wie kann ich das Beste aus meiner Aufgabenorientiertheit machen und trotzdem Beziehungen mit dem Wert schätzen, den sie tatsächlich haben: sie sind wesentlich wertvoller als meine Projekte.

Möchte euch grüßen mit dem Überfluss meines Herzens. Möchte euch geben, was eurem Wert gebührt; aber ich kann nur geben, was mir gegeben wurde. Möchte euch ehren. Möchte mein Alles in euch hineingeben. Mein Äußerstes für Gott bedeutet auch, total für die Welt um mich da zu sein, anfassbar zu sein. Möchte, auf der Basis von Gott, hingehen und verändern. Möchte die Gemeinschaft mehr lieben als meinen Traum von der Gemeinschaft.

Möchte lieben, wie Gott liebt.

Das Weihnachtsgeschenk

Text: Matthäus 2

Der Geist Gottes sprach zu den Herzen der Magier: „Komm!“ Sie hörten den Ruf, brachen ihre Zelte ab. „Wir wollen ihm die Ehre geben, die ihm gebührt. Was können wir ihm geben?“

Der Erste sagt: „Ich gebe ihm Gold“ und sammelte all sein Gold zusammen. Zu Jesus sagte er: „Ich wünsche dir, dass du in Reichtum lebst. Du hast das Recht, das Gold aller Juden zu sammeln, und ich will ihnen gleich sein.“ Und Jesus antwortete: „Nein, sondern ich gebe anderen Reichtum. Sieh doch das Gold in meinem Herzen.“

Der Zweite sagte: „Ich bringe ihm Weihrauch“ und fühlte sich ganz schlau, weil er gehört hatte, dass die Juden Weihrauch opferten als Ausdruck höchster Hingabe. Zu Jesus sagte er: „Geh hin, opfere dies für dich. Ich wünsche dir, dass du vor deinem Gott gerecht bist, damit du gesegnet wirst wo immer du hingehst.“ Und Jesus antwortete: „Nein, sondern mich selber werde ich opfern. Ich werde nicht Gerechtigkeit nehmen, sondern Gerechtigkeit geben. Damit die Juden und alle, die zu ihnen gehören werden, gesegnet sind, wo immer sie hingehen.“

Der Dritte sagte: „Ich gebe ihm Myrrhe.“ Zu Jesus sagte er: „Ich wünsche dir einen schönen Tod. Ich wünsche dir, dass du lange herrscht, und dass du selbst bei deiner Beerdigung von deinem Volk geehrt wirst: du wirst in ein Grab begraben werden wie ein König.“ Und Jesus antwortete: „Nein, sondern ich werde sterben, damit andere einen wahrlich schönen Tod haben können. Ich werde sterben vor der Reife meines Alters, und dennoch: Es wird vollbracht sein.“

Der Geist Gottes sprach zu den Herzen der Hirten: „Komm!“ Sie hörten den Ruf, und fragten sich: „Was können wir dem König geben?“ Sie fanden nichts. Aber sie begriffen, dass Gott sie gerufen hatte, trotzdem. Und sie brachen ihre Zelte ab.

Sie gaben dem König die Anbetung, die ihm gebührt. Sie hatte nichts, also gaben sie sich selbst. Egal wie reich du bist: bist du arm genug, um dem König der Könige zu begegnen?

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„The cost for the recipient of God’s grace is NOTHING – and no price could be higher for arrogant people [like me] to pay.“ (Allender, Tremper: Bold Love, p. 39)

Der Preis für den Empfänger von Gottes Gnade ist NICHTS – und kein Preis könnte höher sein für arrogante Menschen [wie mich].

Unser täglich Brot gieb uns heute …

Vater unser,

„Gott, dein Vater, ist König. Und du, …, bist sein Königskind.“ Jeder von uns haben beim letzten Hauskreisabend ein Kärtchen gezogen mit einem anderen Namen drauf, wir sollen diese Person erinnern, wer Gott ist und wer wir sind, indem wir sie immer wieder mit diesem Satz grüßen in der nächste Woche. Gott, dein Vater, ist ein sanfter Gott: er ist die Taschenlampe im Dunkeln, das Licht am Ende des Tunnels, die Hoffnung inmitten von Verzweiflung. Er ist das A und das Z, und auch Wörter mit äöüß haben seinen Ursprung in seiner Kreativität.


der du bist in den Himmeln,

Er war vor Beginn meiner Zeit, vor Beginn der Zeit der Berge, vor Beginn der erforschbaren Zeit. Er ist. Seine Gedanken sind viel höher als meine Gedanken, und sie sind voller Frieden und Hoffnung. Ich bin sein Kind.


Geheiligt werde dein Name!

Herr, ich will deinem Name Ehre geben. Ich will dich repräsentieren, aberheiligen musst du dich selber. Du bist es, der auf die Erde gekommen bist,damit dein Name erhoben werde. Und auch heute noch ist es sehr von dir abhängig, wie erfolgreich wir in diesem Projekt sind. Du bist heilig.

Dein Reich komme!

Jesu Kommen sei der Anfang deines Reiches, oder sogar noch früher. Wir wollen deine Herrschaft! Wir wollen deine Verwaltung. Bitte verwalte auch unsere Herzen: zeige uns, wo wir uns (als DTS) einander zuwenden können. Zeige uns, wo wir unsere Ressourcen schlecht ausnutzen, entweder weil wir sie verschimmeln lassen (hier ist Schimmel omnipräsent, nicht nur in der Küche), oder weil wir sie auslaugen.


Dein Wille geschehe!

Darum wollen wir uns an deinem Willen orientieren: weil wir nicht wissen, was gut ist. Jedenfalls nicht in dem erforderlichem Maße. Leite uns, deine Liebe zu leben. Deine Träume zu erfüllen. Deine Nähe zuzulassen, auch in Schmerz und Tränen. Ich möchte meine Haltung, mich selbst verteidigen zu müssen, indem ich mich zurückziehe, aufgeben. Sie ist nicht dein Wille: dein Wille ist, dass ich stark (und nicht ängstlich-zurückhaltend), unabhängig (und nicht nach Aufmerksamkeit und Anerkennung lechzend), frei (und nicht von Menschen gefesselt), verantwortlich (und nicht willkürlich, nach dem Lust-Prinzip, Hedonismus), aber vor allen Dingen abhängig von dir (und nicht selbstständig), mein Leben lebe. Ich vertraue deiner Stärke, dass ich stark bin. Ich vertraue deiner Wahrheit, dass ich frei bin. Ich vertraue deinen Maßstäben, dass ich verantwortlich entscheide. Ich vertraue deiner Eifersucht, dass der Thron meines Herzens von dir besetzt ist und nicht von Götzen (alles anderes, was man auf diesen Thron setzt, wird zum Götzen).

wie im Himmel, so auch auf Erde.

Ich bin froh kein Engel zu sein. Auch wenn die Engel Gott unablässig anbeten können und ich … naja damit viel mehr Schwierigkeiten habe. Ich danke dir für meine Identität, ich bin Kind. Im Himmel hast du festgelegt, wer und wie ich bin; auf der Erde wird sich festlegen, wer ich sein werde. Darum möchte ich, dass dein Wille geschehe; denn ich möchte die Reichtümer, die du mir zu Verfügung stellst, gut verwalten; denn ich liebe dich.

Wie kann ich im Himmel und auf der Erde leben? Wie kann ich bodenständig und himmelsständig zugleich sein? Deine Nähe wird es vollbringen: du hast die Brücke gebaut zwischen Himmel und Erde. Du hast die Erde geküsst, du hast dich eins gemacht mit ihr. Vielen vielen Dank.

Unser tägliches Brot gib uns heute

Du kennst meine Bedürfnisse, noch bevor ich sie erkannt habe. Bitte gib mir Essen: materielles Essen für meinen Magen, philosophische Offenbarung für mein Verstand, emotionale Offenbarung für meine Gefühlswelt, menschliche Offenbarung für mein Sozialleben, moralische Offenbarung für meine Entscheidungskraft und Gewissen, energische Offenbarung für meine Lebenskraft, und eine Offenbarung über Ausgeglichenheit von allem Aufgezähltem und nicht Aufgezähltem. Bitte kümmere du dich darum, dass ich nicht zu kurz komme. Ich will von dir erwarten, dass du mich ernährst, von niemand anderes; selbst wenn es um Bedürfnisse geht, die nur Menschen stillen können und nicht du selbst. (Wobei ich denke dass du auch dort ein guter Ersatzstoff sein kannst. So dass die Leute die sagen „Allein die Gnade genügt“ auch ein bisschen Recht haben.)

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Herr, höre den Schrei unseres Herzens: FREIHEIT! Heile uns. Beschütze uns vor den Angriffen des Teufels, dein Blut ist unser Schutz. Richte unsere Augen auf dich, damit du uns rechtzeitig warnen kannst. Hilf uns, uns gegenseitig zu vertrauen, damit jeder seinen Bereich an der Mauer bewachen kann und zu Hilfe rufen kann, wenn ein Angriff kommt.

Ich habe keine Angst vor Krieg, mein Feind. Ich hätte keine Chance dich zu besiegen; aber das macht nichts, mein Gott steht an meiner Seite und streitet für mich. Security, bitte mal kommen!

Denn dein ist ewig das Reich,

und die Kraft,

und die Herrlichkeit,

Ich bin. Gott ist. Der Teufel, der Besiegte, war. Es ist 6:55, ich gehe hinein in den Tag.

Gott, ich liebe es mit dir zu streiten,

aber ich hoffe, es wird eine Zeit kommen, dass wir zusammen feiern werden.

Amen.

(in der Leidenschaft, mich mit euch mal wieder zu teilen, habe ich beschlossen, euch heute in mein Morgengebet mit hineinzunehmen. Und der Rechtschreibfehler im Titel symbolisiert: ja, ich habe Fehler. Aber das macht nichts, Gott nimmt mich trotzdem an.)

Gott ist wie … ein liebevoller Lehrer

Hinter dem alltäglichem Chaos entdecke ich einen Lehrer, der mich liebt.

Gott, wo bist du?
– In deinem Herzen.
Wo ist mein Herz?
– Vergraben unter viel Müll.
Wo ist der Müll?
– Den siehst du …. (und ärgerst dich darüber)

Es ist wie … stell dir vor, ich wäre ein 6.-klässler.
Ich schreibe in mein „Schreibe-was-du-möchtest“-Heft, und lasse mein Heft wie üblich unter der Bank. Scheinbar interessiert sich mein Lehrer nicht für meine Aufsätze, denn nirgends sind rote Anmerkungen „Rechtschreibfehler“, „Zeitstufe!“ oder anderes.
Aber so nach und nach stelle ich fest, dass mein Lehrer meine Fehler erkennt und mich gezielt herausfordert: er lässt mich üben, was ich üben muss. Ich stöhne, weil ich es nicht kann, aber ich übe es, weil ich meinen Lehrer gern habe.
Und irgendwie weiß mein Lehrer das alles und ist zurückhaltend, mir diese Zusammenhänge zu erklären; irgendwie ist er der Meinung, es reicht mir, wenn ich seine Liebe erlebe, ich muss sie nicht verstehen.
Vielleicht wäre es auch gefährlich für mich, sie zu verstehen. (Wissen ohne Liebe ist zerstörerisch.)

Stefan Driess: Das Vaterherz Gottes

(der Text ist eine Zusammenfassung von dem, was Stefan Driess uns die letzte Woche beigebracht hat. )

Vater hat ein Herz, wusstest du das schon? Ein Herz, so groß, dass du, der Andere, und Alle darin Platz haben. Mein Papa hat ein Herz für mich.

Mein Papa: vor nicht allzu langer Zeit, vor ungefähr 2000 Jahren, hat er mich adoptiert. Er ist zum Ordnungsamt gegangen, hat alle Formalia erfüllt und jetzt bin ich rechtmäßiger Sohn Gottes.

Mein Papa ist ganz reich. Ihm gehören die Bäume, die Vögel darin, die Meere mit den Fischen darin, die Autobahnen mit den Autos darin, und die Häuser mit den Menschen darin. Das alles ist sein Eigentum, er hat die Macht darüber damit zu tun was er will. Aber bei den Menschen hat er eine Ausnahme gemacht: er hat ihnen versprochen, dass sie sich selbst gehören dürfen. Und so hat er ihnen ein Stück Verantwortung übertragen: weise zu entscheiden, was sie mit ihrem Eigentum machen.

Mein Papa ist ganz stark. Wenn Berge mit ihm kämpfen, dann kann er sie plattwalzen. Wenn sich alle Wellen zusammentun zu einer riesigen, er kann sie durchbrechen. Wenn alle Menschen der Welt sich zusammentun würden, so würde er sich dennoch nicht erpressen oder berauben lassen.

Aber trotz seiner Stärke ist er nicht aggressiv. Selbst wenn man ihn reizen würde, er würde nicht ausflippen. Weil in ihm etwas anderes dominiert: Liebe. Stell dir vor, du schreist ihn an, sagst ihm wie schrecklich er dich findet, und er antwortet gelassen: „Du, weißt du, ich hab dich lieb.“ Und du bist immer noch wütend und beschwerst dich, dass er auf deine Fragen nicht eingeht, und er ist immer noch gelassen und sagt: „Doch, ich gehe auf deine Frage ein. Ich sehe nur noch viel mehr Fragen in dir als die, die du aussprichst.“ Mein Papa ist ganz sanft.

Mein Papa ist treu. Er ändert seine Meinung nicht einfach so mal, er beschließt nicht „ach ich will doch nicht dass du mein Sohn bist“, er sagt mir nicht Sachen ins Gesicht die er nicht meint. Er ist nämlich auch immer ehrlich, weißt du? So ehrlich dass er mich manchmal sogar unterbricht um mir irgendwas Wichtiges zu sagen. Er weiß ganz genau was wichtig ist und handelt auch danach.

Das ist mein Papa. Ich bin sein Erbe. Ich bin sein Sohn.

Mein Papa. Ich bin stolz auf dich.

Autor dieses Textes bin ich, Benjamin Pick. Falls du mehr Informationen über Stefan Driess suchst, gehe direkt auf seine Homepage.

Er war eine Woche bei uns (DTS Hainichen 06 / 07) zu Besuch, um uns zu zeigen, wie sehr der Vater, Gott, uns liebt – was umso stärker ist, weil er selbst es so sehr lernen musste – seinen leiblichen Vater kennt er nicht. Die Zeit, die er bei uns war, bedeutet mir viel, und ich kann eine Begegnung mit ihm, zum Beispiel in seinen Seminaren (siehe Punkt „Kalender“ auf seiner Seite), nur empfehlen. Weil ich mich gerne schreibend ausdrücke, habe ich mit diesem Text bearbeitet / verarbeitet, was er uns erzählt hat, und was mich davon angesprochen hat.

Der theoretische Teil der DTS

Die Seminare (teachings) waren jedesmal sehr intensiv für mich. Nach dem Ende des Seminars wusste ich nicht mehr, was mich vor dem Seminar beschäftigt hat, und kaum noch, wie das Leben vor dem Seminar sich angefühlt hat. Nach der Einführungswoche, in der es um den Wertekatalog von Jugend mit einer Mission ging (da habe ich zum Beispiel festgestellt, dass ich mit „Gastfreundschaft“ sehr wenig anfangen kann: ich bin erstens zu sparsam, zweitens kann ich nicht viel mit Deko anfangen und drittens will ich mich von solchen Umständen auch gar nicht beeinflussen lassen. z.B. die Aussage, „wenn das Essen gut ist das halbe Seminar gerettet“, ist absolut nicht meine Denkweise. Meine Denkweise ist eher, „irgendwie werden wir schon satt werden.“),

hatten wir am folgenden Wochende ein Seminar über Konfliktfähigkeit und ein paar andere Themen die bei Kommunikation und Beziehungen wichtig sind. Für mich persönlich am wichtigsten war mein Entschluss: ich will nicht schweigen, wenn ich verletzt worden bin. Ich nahm mir vor, das nächste Mal, wenn ich mich übergangen fühle, den Mund aufzumachen. Und es ist immer wieder eine Überwindung, aber ich merke, so ist es letztendlich einfacher als damit zu warten „bis sich eine günstige Gelegenheit ergiebt“ weil es sehr lange dauern kann bis diese gelegenheit kommt. Und wenn sie dann tatsächlich kommt, würde ich erst überlegen, ob es mir tatsächlich noch wichtig ist, und überlege und überlege und komme zu keinem Ergebnis.

Dann das nächste Seminar war das FSJ-Einführungsseminar: ich bin der einzige FSJler dieses Jahr und bin so mit dem Zug nach Zwickau gefahren zu einer anderen FSJ-Einsatzstelle. Wir hatten dort einen ökomenischen Gemisch an Christen und dementsprechend bunt sahen die Gottesdienste auch aus. Ansonsten interessant waren die Themen (leider waren es viele themen 4 themen an vier tagen) „Credo“ wo wir in unserer Gruppe diskutieren mussten was wir glauben, was wir alle unterstützen, und wie wir das so konkret ausdrücken können dass ein Mensch unserer Gesellschaft etwas damit anfangen kann.
„GOTT IST DER PERFEKTE, LIEBENDE VATER. BEI IHM FINDE ICH WIE IN DEN ARMEN EINER MUTTER GEBORGENHEIT. BEI IHM DARF ICH KIND SEIN UND MICH EINFACH FALLEN LASSEN. ICH GLAUBE, DASS GOTT SCHÖPFER DIESER ERDE UND MEINES LEBENS IST. ER HAT ALLES ERDACHT UND HAT MACHT ÜBER ALLES, DAS HEIßT ER IST DER KÖNIG DES UNIVERSUMS.“

Dann wieder eine Woche später das Fabiano-Seminar, und wieder eine Woche später (die letzten drei Tage) „Mission Live“. Besonders beeindruckend war … nicht das Licht mit den vielen Scannern (so nennt man die Lampen die man verändern kann: wohin soll es strahlen? welche Farbe? welche Form?) … gestern vormittag. Ich weiß nicht warum. Es war nicht großartig neue Erkenntnis. Aber das, was vorne an Erlebnissen erzählt wurde, hat mein Herz gepackt und es aufgefordert, gehorsam zu sein. Wieder einmal 100 % in seine Hände zu geben.
Ansonsten wurde ich vollgepumpt mit den Themen Vision, finde deine Berufung, deine Begabungen, vertraue Gott etc. 3 Tage lang ging es um nichts anderes. Also mein persönlicher Teil davon: ich möchte eine viel größere Vision. Und selbst wenn mein Teil zur Zeit nur sei, zu kochen, zu putzen, die Internetseite zu betreuen, dann möchte ich es trotzdem in dem Bewusstsein tun, dass ich damit meine Base (so nennt man ein Zentrum, eine Lebensgemeinschaft bei Jugend mit einer Mission) unterstütze. Und damit, zum Beispiel durch die Kinder- und Jugendarbeit (es gibt einen christlichen Kindergarten hier, außerdem Kid’s Club (so für Grundschulkinder) und Hauskreis (für Jugendliche)), Hainichen positiv beeinflusse. Und damit Werte in meine Gesellschaft hineinbringe. Und damit sicherstelle, dass die zukünftigen Generationen immer noch eine Lebensgrundlage haben (solange wir zusammenarbeiten werden sich Öl- und andere Engpässe (Wasser!) irgendwie lösen lassen). Und damit die Ehre Gottes auf diese Erde gebracht habe.
Natürlich ist die Welt viel komplexer. Aber ich kann in sovielen Art und Weisen jeden Tag Gottes Ehre leben! And that’s what’s all about. (Habe dieses und das letzte Wochende so viel englisch gehört; ich kann jetzt englisch denken. That’s weird.) Wenn wir nicht von unserer (Gottes) Vision motiviert werden, leben wir nicht für andere, sondern für uns selber.

Leider komme ich in diese Haltung, dass es sich um mich dreht, immer wieder rein. In gewisser Weise dreht es sich ja auch um mich, aber ich bin nicht „der Mittelpunkt der Welt“, auch nicht meiner Welt. Ich habe nicht nur Entscheidungsfreiheit, sondern auch Verantwortung.

I will never forsake you sagte Gott heute zu mir. In allen deinen Problemen lasse ich dich nicht alleine. Ich meine hey how often have I heard this! Aber heute (Sonntag) hat es neu mein Herz berührt und meine Augen geöffnet. Und ich habe reagiert und meine Augen ihm geöffnet, ich habe ihm versprochen ihm zu vertrauen, gehorsam zu sein. Und so tat ich, was ich sah, und ich spürte, dass Gottes Wille ist dass ich es tue: ich zerriss mein T-Shirt, so wie im Alten Testament sie ihre Kleider zerrissen haben als Zeichen der Trauer. (Ich trauerte über meinen Ungehorsam. (Echte) Trauer ist der Anfang einer tiefen Umkehr.) hey das war gar nicht so einfach, deutsche T-Shirts kann man nicht einfach so zerreissen 🙂 oder zumindest habe ich es mir leichter vorgestellt.
Weißt du was mich abhalten wollte das zu tun: hey, das ist doch Wert, das kannst du doch nicht einfach so zerstören. Wieder einmal merke ich, dass ich zu sparsam geworden bin.

Ja, ich liebe Gott. Ich will ihn lieben von ganzem Herzen, mit allen meinen Ideen, mit all meiner perséverance, mit all seinen Zielen; ich will Planung und Organisation lernen; ich will Gehorsam und Ehren lernen. Thy will be done.

Übrigens Vroni: hier kann ich mein Pedantismus als Küchenverantwortlicher ausüben. Wenn ich die Gefriertruhe umräume, gibt es danach nicht nur eine Liste von Fleisch und Fisch, sondern 2,7 kg falsches Rinderfilet, 30 Semmeln (oh entschuldigung Brötchen, oder Doppelte); oder beim Rezepteschreiben kann man auch ganz genau sein.