Hast du schon mal versucht, mit einem Zweijährigen gemeinsam Wäsche aufzuhängen? Sicherlich dauert es länger als es alleine zu machen. Aber indem ich meinem Sohn zutraue, seine Fähigkeiten einzusetzen – auch wenn er es längst nicht so gut kann wie ich – und ich ihm immer wieder zeige, wie es funktioniert, fühlt er sich „schon groß“ und lernt viel mehr, als wenn er nur zuschauen würde. Genauso kann er bereits mit-beten und mit-lobpreisen. Gott sieht sein wachsendes Herz, nicht das Endergebnis.
Das ist kein Zufall. Familie ist Gottes Strategie für Jüngerschaft – Gott fängt gerne klein an. Das zieht sich durch die ganze Bibel:
- Am Anfang stehen ein Mann und eine Frau: Adam und Eva sollen die Erde füllen – sie haben sich sicherlich gefragt, wie sie das wohl hinbekommen sollen.
- Abraham bekommt die Verheißung unzähliger Nachkommen und bekommt erst einmal einen Sohn.
- Gott wählt David – den Jüngsten, den sein eigener Vater nicht einmal eingeladen hatte. Der Hirte wird König.
Und dann kommt Jesus. Er redet nicht nur über Familie – er definiert sie neu:
- Er nennt seine Jünger Brüder und Schwestern.
- Er stirbt, damit verlorene Söhne und Töchter nach Hause kommen können.
- Mit seiner Auferstehung entsteht eine neue Familie – Menschen aus allen Nationen und Hintergründen, zusammengebracht durch ihn. Die ersten Christen können es kaum fassen: Sogar die Nicht-Juden gehören dazu. Die Wände fallen. Die Familie wächst.
Auf jeder Ebene läuft dasselbe ab – in der Ehe, der Kernfamilie, der Gemeinde, Gottes großer Familie: Wir lernen, jemanden zu lieben, den wir uns nicht ausgesucht haben. Wir üben Vergebung. Wir wachsen an dem, was uns unterscheidet. Es ist dasselbe Muster in immer größeren Kreisen.
Und dazu gehört selbstverständlich, dass wir als Familien gemeinsam Gott in der Mission dienen. Gemeinsam hängen wir die Wäsche auf, beten für unsere Nachbarn und ermutigen Menschen hier in Hainichen. Groß und Klein bringen, was sie haben, und Gott lässt es wachsen. Schritt für Schritt.
(Diesen Text habe ich für einen Newsletter von Jugend mit einer Mission Hainichen geschrieben.)
Bild ist generiert von Gemini, Prompt: A chubby toddler hand gripping a small white sock at the middle, held up toward a clothesline, while a large adult hand (male, 40 years old) gently opens a wooden clothespin to clip it on – not taking over, just making it possible. The contrast between the two hands tells the story: small and large, unsteady and steady, learning and teaching. Soft warm morning light falls across both hands. In the slightly blurred background, a clothesline with laundry already hanging and swaying in a gentle breeze – fruit of work already done. The mood is patient, tender, full of quiet purpose. Photorealistic, landscape orientation, shallow depth of field, close-up shot.




