David und Ahimelech: Gott hilft in der Not

Diese Theaterstücke sind für ein Camp zum Thema „Wer ist ein echter Freund?“ entstanden, darum der Schwerpunkt auf David (+ Jonathan).

Personen: Ahimelech, später David
Requisiten: „Schaubrote“ (Brötchen)
Text: 1. Samuel 21 – David ist auf der Flucht
Kerngedanke: Gott ist ein echter Freund. Er hilft in der Not.

Während dem Frühstück (optional): Ahimelech befragt aller Kinder, ob sie rein sind. (Nach den Torah-Kriterien, s. 3. Mose 15ff: hast du jemanden beerdigt oder ein totes Tier berührt? Oder etwas berührt, was etwas Totes berührt hat? Hast du deine Notdurft außerhalb des Lagers vergraben? Hat du Fleisch mit Blut gegessen? Hast du beim Abernten etwas für die Armen übrig gelassen? etc. – ob du auch auf die sexuellen Reinheitsgebote eingehst bleibt dir überlassen, vielleicht je nach Alter der Kinder die du fragst 🙂 Dürfen ruhig auch anachronistische Anweisungen sein – „wie, ihr vergrabt das nicht? was ist denn ein Klo?“) Wenn er gefragt wird, warum, sagt er nur, „Das ist mein Job. Ich überprüfe, ob alle rein sind, das ist ganz wichtig.“ (o.ä. – er braucht also nichtmal verraten dass er Priester ist?). Der David-Schauspieler ist nicht beim Frühstück dabei („versteckt“).

Anspiel:

David: Ahimelech, genau dich habe ich gesucht. Meine Leute (zeigt auf Publikum) machen erstmal Pause, aber sie haben alle Hunger. Die sind schon so viele Kilometer gelaufen, die ganze Nacht lang!

Ahimelech (Skeptisch): Aber sind sie auch wirklich rein?

David: Na klar sind die rein. Wir sind ja die ganze Zeit unterwegs gewesen, da hatten sie gar keine Zeit von etwas abgelenkt zu werden … Und ich habe kein Geld dabei, und meine Männer brauchen jetzt dringend was zum Essen!

Ahimelech: Aber ich versteh das immer noch nicht. Ich meine, warum rennst du zum Tempel, kannst du nicht Bäcker Paul fragen ob er dir ein paar Brote schenkt?

David: Das, was ich gerade mache, ist super geheim! Keiner weiß etwas davon, und ich will dass so wenig Leute wie möglich überhaupt mitbekommen dass ich hier vor Ort bin. Geheime Mission!

Ahimelech: Aber warum wendest du dich dann gerade an mich?

David: Weil ich weiß, dass du Gottes Willen tun willst. Du bist doch ein Priester, und du weißt, wie wichtig es ist, die Bibel zu kennen und das zu tun, was da drin steht. Und ganz ehrlich, im Moment kann mir nur Gott bei dieser Sache helfen. Deswegen bin ich zu dir gekommen.

Ahimelech ist ermutigt: Wow, das hat mir noch keiner so gesagt.

David: (Pause) Kannst du mir jetzt helfen oder nicht?

Ahimelech: Hm … Also, wenn du und deine Leute wirklich rein sind (schaut nochmal skeptisch ins Publikum … David nickt beschwichtigend), … ja, tatsächlich, zufällig haben wir gerade ein paar heilige Brote, weil die gerade ausgetauscht wurden. Die dürfen normalerweise nur die Priester essen. Aber ok, wenn das wirklich so wichtig und geheim ist, wie du das sagst, dann … machen wir das halt so. Für Lebensgefahr sind Ausnahmeregelungen ok.

Reflektion / Anwendung:

  • Leider war zu der Zeit gerade ein Verräter im Tempel (Doeg) und er hat diese Information benutzt, um sich bei Saul einzuschleimen – und Ahimelech wird dafür bestraft, dass er David geholfen hat, dabei hat er gar nichts falsch gemacht. Ziemlich ungerecht, oder? Hat es sich trotzdem gelohnt, David zu helfen? Warum?

  • Wenn du David wärst, wo hättest du dich versteckt? Wo hättest du um Brot gebeten?

  • Was tut Gott in dieser Geschichte (unsichtbar)?

  • Jonathan kann David gerade nicht helfen, obwohl er sein Freund ist. An wen wendet sich David? (Nicht wirklich Ahimelech, sondern Gott)

  • Zeugnisse (Alle Mitarbeiter, evt. auch Kinder fragen): Was bedeutet es für dich, ein Freund von Gott zu sein?

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